Geschichte von 1890 - 1945

 

1889 Am 11. August gründeten 13 junge Männer im Gasthaus „Zum Hirschen“ den „Bruderverein Concordia“. Das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm Herr Konrad Endres.

1890 Die erste Generalversammlung fand am 25. Januar statt. Hier wurde vermutlich auch der Verein in „Turnverein Concordia“ umbenannt.

Diese Begebenheiten beruhen auf zwei einzeln aufgefunden Schriftstücken, die beide ein Datum von 1889 tragen. Die nächstälteste Niederschrift trägt das Datum vom 5. Januar 1890. Aus diesem Grund dürfte der TSV Markt Nordheim eigentlich mit Recht sogar die Jahreszahl 1889 in seinem Namen tragen.


1891 Auf Wunsch einiger Mitglieder wurde eine Schützenriege gebildet. Aus Bad Windsheim wird ein Zimmerstutzen angeschafft. Als Schießstand dienten zwei Säle im zweiten Stock des Kallertschen Gasthauses, wo von einem Saal zum anderen geschossen wurde.


1896 In diesem Jahr wurde das 2. Gauturnfest des Turnergaues Rothenburg in Markt Nordheim ausgetragen. Dieses Ereignis verband der Verein auch mit seiner Fahnenweihe, welche 1895 gekauft wurde.

 

1899 Der Mitgliederstand zur Jahrhundertwende beträgt 33 Mann.


1905 Beim 15jährigen Vereinsjubiläum konnte der Turnverein schon 36 Mitglieder aufweisen.


1915 Auf Grund des 1. Weltkrieges stand das 25jährige Vereinsjubiläum im Schatten des Krieges, so dass auf eine festliche Veranstaltung verzichtet wurde.


1920 Nachdem die meisten Vereinsmitglieder aus der Gefangenschaft und vom Heeresdienst heimgekehrt waren, fand am 10. Januar die erste Generalversammlung nach dem Kriege statt. Bei den Neuwahlen wurde Paul Kahl zum Vorstand gewählt.


1923 Da man aufgrund der Inflation die Mitgliedsbeiträge für den Gau-, Bezirks- und Turnverband nicht mehr aufbringen konnte, trat der Verein im September aus dem Deutschen Turnerbund aus. Diese Zwangspause dauerte fast eineinhalb Jahre, bis man erstmal 1925 in Uffenheim wieder an einem Gauturnfest teilnehmen konnte.


1930 Bau und Einweihung eines Kleinkaliberschießstandes. Die Schwarzenbergsche Forstdirektion stellte den Wallgraben und das Bauholz hierfür kostenlos zur Verfügung.


1933 Am 30. September wird der Turnverein bei einer außerordentlichen Generalversammlung „gleichgeschaltet“ und wird Mitglied im „Deutschen Reichsbund für Leibesübungen“.


1936 Zum ersten Mal wird in den Vorstandschaften von Turnverein und Schützenverein über einen Zusammenschluss beider Vereine gesprochen. Die Gespräche blieben aber ohne Ergebnis.


1939 Der Turnbetrieb wird noch von einigen Aktiven und in der Mehrheit von Zöglingen aufrechterhalten, doch der Ausbruch des 2. Weltkrieges unterbricht das gesellschaftliche Leben des TV Markt Nordheim.
     Am Ende dieser unheilvollen Zeit hatte der Turnverein den Verlust vieler Mitglieder zu beklagen und die Lücken blieben noch viele Jahre offen.